Myspace Exodus – Warum manche doch bleiben

5 Mrz

[AM 11.03.2010 AKTUALISIERT UM DIE BEIDEN INTERESSANTEN LINKS AM ENDE DES BEITRAGS!]

Dieser Artikel ist eine Ergänzung zum Beitrag von Klaus Eck [auf PR Blogger vom 5.3.]

„Myspace für Musiker und Bands“
http://klauseck.typepad.com/prblogger/2010/03/myspace-fuer-musiker-und-bands.html#comment-6a00d8341c2d6d53ef0120a90074d5970b

Dort wird beschrieben, welche Gründe es aus Musikersicht/Bandsicht gibt, Myspace weiterhin für personal branding zu benutzen.

Hierdurch möchte ich den Beitrag um Aspekte erweitern, bei denen es um das Benutzerverhalten der Nicht-Musiker geht, also der Musikhörer und Fangemeinden…

Das ist nett beschrieben. Personal Branding ist das eine Stichwort.

Das Entscheidende ist hier die Möglichkeit, verschiedene Medien (Pics Audio Video Text oder gemischt [Blog] in nur einer Community zu pflegen und zu organisieren.

Zudem ist vorteilhaft, dass es technisch zunächst so gut wie kein Wissen braucht, um myspace zu bedienen.
Wenn man das allerdings hat, kann man myspace auch EXTREM individualisieren. HTML ist das Stichwort…

Soweit zu den technischen Aspekten die bei vielen Bands und Musikern nach wie vor zur Entscheidung führen, dort zu bleiben.

Man darf aber nicht die Musiker isoliert betrachten, denn ohne Crowd können die sich einen Wolf posten und niemand hört das Gejaule…

Es muss also auch gleichzeitig Gründe für myspace aus Usersicht (Nichtmusiker) geben.

Und das ist ganz klar a) der Player (also in diesem Fall ein geteilter Grund)

Darüber hinaus ist für die Musik suchenden Benutzer noch etwas entscheidend: Sie nutzen myspace, um Musik zu suchen, die sie noch nicht kennen. Also zum Musik entdecken.

Dafür bietet Myspace super Gelegenheiten, ich schaue bei einer Band, die mich interessiert, welche User sich für diese Band interessieren, und anschließend schaue ich, was betreffende User sonst noch hören…
(es gibt noch viele ähnliche oder andere Beispiele für das Benutzerverhalten)

Es ist übrigens schon sehr lange so bei myspace, dass „Nicht-Musiker“ festlegen können, ob Bands ihnen Freundschaftsanfragen senden dürfen oder nicht. Damit soll SPAM seitens der Bands vermieden werden.
Das gelingt nur teilweise, da zum Umgehen einfach posts in den Kommentaren hinterlassen werden [siehe Anmerkung*1]

Was bei der Funktion klar wird, ist, dass die Bentzer selbst suchen und wählen wollen, welche Musik sie hören und welche Künstler und Bands sie auf myspace suchen. Personal Branding ist von Bandseite her zwar möglich, aber nicht zwingend einfach, da die Benutzer eben eine relativ hohe Eigenständigkeit und Entscheidungsfreiheit haben und viele diese auch nutzen.

Dabei handelt es sich dann in der Tendenz auch oft um interessierte Hörer, die sich ihr eigenes Ohr machen.
Für solche Art von Musik-Entdeckungsreisen eignet sich myspace somit nicht nur für Bands, sondern wird nach wie vor auch noch von vielen Benutzern zu diesem Zweck besucht.

Dass die Zahlen rückläufig sind, hat mindestens folgende beiden Gründe:
Zum einen liegt es daran, dass es mittlerweile weitere sehr interessante Musikgemeinschaften im Netz gibt, die sich auch zum Hören oder Entdecken des eigenen Musikgeschmacks eignen.
(blip.fm – last.fm – soundcloud – music discovery on shoutcast et al usw…)

Der zweite Grund gegen Myspace ist oben bereits angedeuteter SPAM und das Problem, dass viele Profile mit Bildern und embedded content dermaßen vollgestopft sind, dass es nicht selten dann Einschränkungen  in usability ergibt.
Wer eine langsame oder mittelmäßige Internetverbindung
benutzt, weiß, wovon ich rede.

Fazit: Ich habe noch selbst 3 Myspace-Seiten aktiv, benutze das Netzwerk für die Promotion von Projekten kaum noch. Ich bin als Kulturschaffender aber oft auf Myspace und informiere mich zu Bands und Projekten.
Auch das Entdecken unbekannter Musik praktiziere ich noch manchmal dort, häufiger allerdings mittlerweile anderswo.

Und als hätten wir es nicht geahnt, so veröffentlichen verschiedene Webseiten dieser Tage Berichte, nach denen bei Myspace in der Personalabteilung wesentliche Änderungen stattgefunden haben und man sich über verschiedene Neuerungen und Veränderungen bei Myspace unterhalte.

Wie diese Neuerungen und Veränderungen aussehen könnten, darüber kann man sich hier informieren…
http://www.heise.de/newsticker/meldung/MySpace-probt-Neustart-mit-generalueberholter-Website-950875.html

Auch Mashable beschreibt die Personalentwicklung und Zukunftspläne von Myspace
http://mashable.com/2010/03/10/myspace-future-interview/

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Eine Antwort to “Myspace Exodus – Warum manche doch bleiben”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Neues Zeig´s und Zeugs auf Myspace! Jetzt auch Dating? « Culture Agency - 2010/04/02

    […] — Einen Kommentar hinterlassen 2010/04/02 Vor einigen Wochen berichtete ich von Myspace, dem jüngsten Exodus der Mitglieder, den Gründen, doch dort zu bleiben (aus Nutzersicht). Im Kontext dessen habe ich auch auf Posts verwiesen, die Neuerungen in Myspace […]

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