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Unsere Gebühren unser Vuvuzela Filter

15 Jun

(K)ein Ende mit den Terrortröten?

Da der Vuvuzela-Hype nicht ab zu klingen scheint, möchte ich die Gelegen-hash des tags nutzen, auch noch einmal erneut in das Höllenhorn hinein zu stoßen.
Die Fifa hat kein Vuvuzela-Verbot durchgesetzt, weil sie es nicht wollte, also müssen wir uns selbst helfen.
Auf vielen Fanmeilen in Deutschland bleibt uns die Trötentaubheit zum Glück schon erspart, aber was die TV-Übertragungen angeht, so posaunen die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten bislang ungefiltert völlig unzureichend gefiltert das nervende Getröte in die Wohnzimmer und Public Viewing Areas der Republik.

(Er)lösungsvorschläge

Ansätze dazu gibt es ja schon, wie ich bereits vorgestern hier berichtete.

Am sinnvollsten erscheint derzeit der Surfpoeten-Vorschlag, das heimische WM-Audio auf bestimmten Frequenzen zu filtern. Doch nicht jeder hat die Möglichkeiten oder das know-how, die Audiodaten umzuleiten, Equalizer einzurichten und das bearbeitete Audio Vuvuzela reduziert zu geniessen.

Dabei wiederum ist alles viel einfacher, wenn die Medienanstalten selbst das Filtern übernehmen, als dass jeder einzeln am individuellen Vuvuzela-Filter-Setup zuhause rumbastelt.

Tut etwas gegen das Tuten

WIR ZAHLEN DOCH GEBÜHREN!

daraus folgt: Ein offener Brief an die öffentlich rechtlichen Medienanstalten.
Dieser darf, kann und soll wie folgt verwendet werden:

  • copy & paste diesen Brief und sende ihn an ZDF/ARD per eMail
  • post a comment here that you joined the action
  • tell it to your friends

Ich habe da mal etwas vorbereitet:

Link zum ARD-Kontaktformular
(dort hinein den Text des offenen Briefes droppen)

Das ZDF gibt uns auch einige Mailadressen, die wir für die Anschreiben nutzen können:

presse@zdf.de
chatsforen@zdf.de
programmservice@zdf.de
info@zdf.de

(da man nie weiß, wer das wo wann liest, sollte vielleicht der Brief per CC an alle verfügbaren Adressen gesendet werden, das beschleunigt die Aktion sicherlich zusätzlich)

Wenn viele mitmachen, werden die Mailserver der Massenmedien bald genauso vollgetrötet wie unsere Ohren. Das würde ein Zeichen setzen und der Forderung Nachdruck verleihen.

Stephan Manske hat bereits einen Alleinvorstoß in diese Richtung unternommen und einen Brief an die Sendeanstalten, an der sich ebenfalls orientiert werden kann. Gemeinsam sind wir aber lauter.

Hier nun der Textentwurf des gemeinsamen offenen Briefes:

Liebe ARD, liebes ZDF
Wenn ihr weiterhin meine Rundfunkgebühren erhalten möchtet, rate ich euch  dringend und nachdrücklich, bei den noch ausstehenden Fußballübertragungen den Stadionton auf den Frequenzen – ganz einfach und gemäß der von den Surfpoeten vorgeschlagenen Angaben.

Das hat folgende Vorteile:

  • Ihr macht das einmal und alle haben den Vorteil der Lärmreduzierung
  • Auch Rentner und Digitalegastheniker kommen in den Genuss Vuvuzela reduzierter Fußballübertragungen
  • Das Audio des Kommentators muss nicht mit bearbeitet werden, da die Sendeanstalten den Stadionton vorab bearbeiten können

Wieviel Zeit dadurch gespart wird, dass nicht jeder halbwegs Audio affine User sich selbst den Ton filtert und wieviel Strom durch die nicht verwendeten Extrageräte gespart werden würde, ist ein weiteres Argument dafür, dass schleunigst die nötigen Anstrengungen unternommen werden sollten, den Gebührenzahlern ein gebührend Vuvuzela freies Südafrikaerlebnis zu ermöglichen.

Vielen Dank

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